seit 2017 entwickelt das CHK partizipatives sprechtheater im thematischen spannungsfeld zwischen utopie und sozialer wirklichkeit.
das CHK versteht sich als ein organisches netzwerk von künstler*innen aus unterschiedlichen bereichen.
THEATER FÜR DIE LETZTEN TAGE
mixed media performance — 2026
Inspiriert von Michèle Rotens Wie Mutter sein und Popsongs aus den 80ern bis heute wagt Mütter in drei Akten eine spielerische Annäherung an unser In-der-Welt-Sein. Über die Beziehung zu unseren Müttern wird auf der Bühne unser gesellschaftlicher Umgang mit Vertrauen, Kontakt, Trauer, Einsamkeit und Freundschaft erforscht und etwas genauer hingeschaut: Was sind unsere individuellen, was unsere kollektiven Erfahrungen und was ist einfach nur Pop.
Ein bunter Abend aus Performance, O-Ton, Video, Karaoke und Live-Musik irgendwo zwischen Couch und Konzertparty. Das Publikum ist dabei herzlich eingeladen, an dieser Auseinandersetzung über die eigene Identität teilzunehmen (kein Mitmachtheater!) oder es sich einfach bei einem Stück Kuchen gemütlich zu machen. Denn wie Kate Bush einst sang: “Mother stands for Comfort” … wir werden sehen.
»In der originell als Party getarnten Performance wählt Orschinski keinen soziologisch-analytischen Zugang, sondern setzt bewusst
auf Assoziationen und die vielen anekdotische Puzzlestücke aus den Interview-Sequenzen. Die transportieren viele Sichtweisen und vor allem unverkrampften Charme
und einigen Witz, was sich stimmig einfügt in die als Party deklarierte Bühnensituation.
So inspiriert der Abend dazu, die Beziehung zur eigenen Mutter zu reflektieren.« (Dimo Rieß, LVZ)
UA 2026 Connewitzer Kammerspiele
Konzept / Regie: Carmen Orschinski
Bühne / Ausstattung:Tina Mamczur
O-Tonproduktion: Carmen Orschinski
Musik: Carmen Orschinski / Livebass: Tina Mamczur
Dokumentation: Georg Reiter
Mit: Tina Bolle, Carmen Orschinski
kurzhörstück — 2026
theaterstück in drei teilen — 2023
Über drei Abende begleiten wir Petra, wie sie Freund:innen und Bekannte des Verstorbenen aufsucht und nach und nach herausfindet, was alles in seinem (und unserem!) Leben schief gelaufen ist. Eine Folge ist spannender und verblüffender als die nächste …
Als 1980er Jahrgang und Kinder verschiedener mittelgroßer und kleiner Städte des Ostens, haben Teile des Kollektivs einen Großteil ihrer Jugend auf Kauflandparkplätzen und vor MacDonalds verbracht. Freunde und Bekannte sind abhanden gekommen. Wir suchen uns immer noch. Wir sind dieses Einkaufszentrum. Wir sind dieser Krieg.
UA 2023 Schaubühne Lindenfels
Konzept/szenische Umsetzung: Carminski Hauser Kollektiv
Regie: Carmen Orschinski, Chris Michalski
Regieassistenz: Tina Bolle
Text: Chris Michalski
Bühne/Ausstattung: Karina Liutaia
Video Bühne: Judith Meister,
Videoproduktion: Carmen Orschinski
Assistenz Video-Technik: Dirko Goebel
Musik: Marcel Schulz
Sounddesign: Ani Ferio
Dokumentation: Thomas Bär
Mit: Soheil Boroumand, Mohammad Diab, Ella Gaiser, Tahera Hashemi, Michael Jokisch, Birgit Morkramer, Sonja Pfeil, Carmen Orschinski, Miró Orschinski, Matthias Walter, Juliane Zöllner
Chris Michalskis „When There’s Nothing Left To Burn You Have To Set Yourself On Fire“ war eines der Gewinnerstücke der Autor:innentheatertage 2021 des Deutschen Theaters Berlin.
hörstück — 2025
videoinstallation — 2022
Als das Paunsdorf Center im Jahr 1994 seine Türen aufmachte, war es ein Novum in vielerlei Hinsicht. Als eines der ersten und mit Abstand das größte Einkaufszentrum in Sachsen, hat es bis in die Gegenwart hinein nicht nur Paunsdorf und die angrenzenden Stadtteile, sondern auch in gewissem Maße die ganze Stadt Leipzig geprägt.
In einer Umfrage haben im Herbst 2019 (ca. 35 Jahre nach seiner Eröffnung!) über ein Viertel aller Befragten das P.C. als ihren Lieblingsort in Leipzig genannt. Somit ist es hinter dem Clara Zetkin Park der zweit beliebteste Ort der Stadt! Gleichzeitig stellt das Einkaufszentrum einen massiven Eingriff in die organischen Strukturen des Stadtviertels dar, der nicht primär den bestehenden Charakter des Ortes berücksichtigt oder auf den Bedarf der Einwohner_innen ausgerichtet ist.
Konzept: Chris Michalski
Video: Carmen Orschinski
Musik: Ani Ferio
szenisches hörstück — 2019
Man begibt sich in einen 16m2 Kubus – vier Wände aus Leinwand, Hocker stehen lose im Raum, man nimmt Platz, jede für sich und alle zusammen: Für die nächsten 60 Minuten die Welt. Man hört Stimmen. Stimmen, die für sich sprechen, womöglich für uns alle. Bilder kommen auf uns zu. Und dann sind da auch noch diese beiden Gestalten, die uns etwas erzählen wollen. Das ist auch die Welt.
Im Zentrum des an den Cammerspielen entwickelten szenischen Hörspiels des Leipziger Carminski Hauser Kollektivs stehen Fragen zu Gemeinschaft und Individuum. Was mache ich hier eigentlich? Wie lebe ich mit mir? Wie lebe ich mit den anderen? Was steht zwischen dem Leben, das wir uns erträumen, und dem, das wir tatsächlich leben? Oder ist alles gut so, wie es ist?
„lebendige und kurzweilige Inszenierung — ein inspirierendes Theaterstück“
Leipziger Volkszeitung, Eva Finkenstein
Das gleichnamige Hörspiel war 2019 zu Gast beim Festival WHAT A MESS / IT´S CUM EX (Studio Naxos (Frankfurt a. Main)), beim Auerworld Festival (Thüringen) und erhielt eine lobende Erwähnung im Rahmen des internationalen Wettbewerbs des Leipziger Hörspielsommers 2019.
Konzept und Regie: Carmen Orschinski
Dramaturgie: Chris Michalski
Text: Nick Hauser
Musik: Ani Ferio
Video: Stefan Hurtig
Mit: Markus Falk, Thomas Braungardt, Stefan Hurtig sowie Ernst Bloch, Theodor Adorno u.v.m.
Die im Hörstück verwendeten Interviews stammen aus dem Jahr 2018 und wurden in Connewitz sowie im Citycenter Leipzig aufgenommen. Vielen Dank an alle Beteiligten.
hörstück — 2019